Bison Bulle und Kuh
Documentary filming...

Documentary filming…

So, nun sind wir nach gut 4700 Reisekilometern, einem Unterschied in der nördlichen Breite von fast genau 1000 km und Höhenunterschieden zwischen 1200 und knapp 3000 m Höhe über Meer zurück in Santa Fe. Klar, die Temperaturunterschiede waren gewaltig: Zwischen 41°C am Mittag in Moab, Utah, bis ca. 3°C nachts im Yellowstone National Park in Wyoming.

Auf unserer Rundreise hofften wir natürlich auch, möglichst viele verschiedene für uns eher unbekannte Tiere zu sehen. Dabei standen (neben den Vögeln) natürlich die grösseren Säugetiere im Vordergrund.

Schon am ersten Abend auf der Einfahrt in den Campingplatz in Mesa Verde grasten Unmengen von Hirschen neben der Strasse. Genauer gesagt handelte es sich um Maultierhirsche (mule deer), in der Grösse so zwischen unseren Rothirschen und Rehen angesiedelt. Auf einem Spaziergang rund um den Campingplatz habe ich 13 davon gezählt (meist Weibchen mit Jungen oder junge Männchen). Wie Marie schon geschrieben hat, haben wir allerdings weder hier noch später Bären (Schwarzbär noch Grizzlibäre) zu Gesicht bekommen.

Nach dem Wüstencampingplatz am Eingang zum Canyonlands Nationalpark (tagsüber knapp 37°C und nachts kaum unter 23°C), in dem sich wohl auch keine grossen Tiere wohlfühlen können, kamen wir dann voller Erwartung zum Yellowstone und Grand Teton Nationalpark. Gerade als wir zu unserer ersten Erkundungstour um Yellowstone Lake (Fishing Bridge Visitor Center) aufbrechen wollten und ich die Kinder motivieren hatte, aus dem Autofenster und nicht auf Bücher oder Video zu schauen (für jedes spezielle Tier gab es ein Eis), hatte Marie schon den ersten Bison entdeckt. Er marschierte gerade gemächlich zwischen Strasse und Parkplatz Richtung Strassenbrücke.

Bisons waren dann auch so die auffälligsten Begleiter unser Fahrten durch den Yellowstone. Wenig später hatten wir gerade auf einem Parkplatz unser Spektiv aufgebaut, um mit vielen anderen Beobachtern nach Wölfen auf der anderen Flussuferseite Ausschau zu halten. Doch nicht etwa Wölfe erschienen vor unserer Linse, vielmehr marschierte ein Bison schnur stracks von hinten zwischen den Autos an uns vorbei, um das saftigere Grün auf der andere Strassenseite zu testen. Ich konnte gerade noch das Spektiv wegreissen, sonst wäre es wohl platt getreten worden. Mehr auf Video

Anstatt der Wölfe kamen wir aber nur elks, das sind hiesige Rothirsche, auch Wapiti genannt, zu Gesicht. Sie sind aber eine ganze Nummer grösser als unsere Rothirsche. Als dann ein solcher  Hirsch mit riesigem Geweih am Strassenrand im Wald auftauchte, konnten wir ihn nicht einmal fotografieren, denn die vielen Touristen, die trotz aller Warnungen bis auf wenige Meter an den Hirsch herangingen, versperrten den Weg. Na ja, und so richtig nach „Wildlife“ hätte das ja auch nicht ausgesehen. Leider haben wir vergeblich nach Elchen im Yellowstone und im Grand Teton Nationalpark ausschaugehalten, den war es am Tag wohl zu warm. Dafür gab es auch hier viele mule deer und ab und zu einen Fuchs zu sehen. Dass wir keine Dickhornschaf (bighorn sheep) zu Gesicht bekamen, war anzunehmen, sind sie doch im Sommer eher in den Hochlagen und kommen erst im Winter wegen des Schnees herunter in die Täler.

Auf der anschliessenden Fahrt nach Fort Laramie und weiter nach Süden konnten wir dann aber verschiedentlich Gabelböcke (pronghorn antelopes) beobachten (und filmen!). Natürlich sind es keine echten Antilopen. Sie sind der einzige lebende Vertreter einer mit Hirschen verwandten Familie. Mit ihrer schönen Musterung gehören sie eigentlich zu den interessantesten Tieren Nordamerikas, werden aber eher wenig beachtet. Nun ja vielleicht bekommen wir ja später noch einmal Bären zu Gesicht. Das (Anti)-Bärenspray haben wir jedenfalls aufgehoben.

Matthias

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