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Eigentlich sollte ich bis morgen warten, bevor ich diese Zeilen veröffentliche. Als offizielle Editorin dieses Familienblogs besteht nämlich Hannah darauf, alle meine Posts sprachlich zu überprüfen. Das schätze ich selbstverständlich sehr, aber um die Zeit, wenn ich schreibe, schläft sie schon (hoffentlich). Und morgen früh ist mein Post für euch Europäer schon kalter Kaffee. Ausserdem war der Tag so üppig, dass ich all meine Eindrücke loswerden muss, um einschlafen zu können. Also tant pis für die Tippfehler…

Der „Spanish Market“, der ein Wochenende pro Jahr im alten Santa Fe stattfindet, ist eine fröhliche Explosion von Farben und Formen:  handgewobene Teppiche aus naturgefärbter Wolle, Wasserfarbe-Sonneuntergänge, Madonnen aus Holz, Kupfer oder recycled Eisen, herrlicher Schmuck, einige (nach unserem Geschmack) kitschige Kreationen, aber vieles, das Hannah und mich inspiriert!

Die Altstadt wimmelt von Touristen und Einheimischen. Auf der Plaza drängen sich Zuschauer vor der kleinen Bühne, auf der eine Amateur-Tanzgruppe der anderen folgt. Irgendwann ist es zu viel des Guten, und wir brauchen Ruhe. Diese finden wir um die Ecke, in der Stadtbibliothek, wo wir uns gleich Ausweise erstellen lassen. Hannah leiht „The Hobbit“ aus. Sie will es auf Englisch lesen, bevor wir den Film am 14. Dezember im Kino anschauen :-).

Als Krönung des Tages gönnen wir uns einen Besuch im „Collected Works Bookstore and Coffeehouse„. Mit seinen vielen gemütlichen Sitzecken, seinen leckeren Kuchen und seiner cooler Stimmung hatte uns dieser Buchladen schon in Februar sehr gefallen. Heute gab es sogar live Musik, von einer starken und netten Sängerin, Laurianne Fiorentino. Bis Ende August wird sie jeden Sonntag dort auftreten, und überlässt gerne die Bühne auch kurz an Amateur-Sänger aus dem Publikum. Sie hat sich ganz nett mit Hannah über Musik, Auftreten und Reisen unterhalten und ihr sogar ihre „native Flute“ in die Hand gedrückt. So einfach ist es hier, Leute zu treffen.

Michèle